Terminkalender

Filmreihe: Architektur und Stadtentwicklung


veranstaltet vom Filmkollektiv Frankfurt

Eine filmische Reise durch die Stadt von 1896 bis heute bietet im Oktober das Filmkollektiv Frankfurt mit seiner Filmreihe „Architektur und Stadtentwicklung in Frankfurt“. Anlässlich der Altstadt-Eröffnung sind bis 30. Oktober 2018 an verschiedenen Orten insgesamt über 70 kurze und drei lange Filme zu sehen, die Frankfurts Stadtbaugeschichte dokumentieren, bewerben und auch kritisieren. Die thematischen Programme bieten die seltene Gelegenheit, zahlreiche der auf viele Archive verstreuten Zeitzeugnisse, Imagefilme und Experimente im jeweiligen Originalformat im Kino zu sehen (35mm, 16mm, 8mm).

Das Studierendenhaus ist neben dem Kino des Deutschen Filmmuseums, dem Filmforum Höchst und dem Nordwestzentrum einer der Veranstaltungsorte der Reihe. Hier werden am 20. und am 27. Oktober insgesamt vier Filmprogramme gezeigt.

 

20. Oktober, 18 Uhr: Öffentlicher Raum
Gäste: Gisa Hillesheimer, Bert Schmidt, Rolf Silber

Bude. Kommen und Gehen 1995 Theo Thiesmeier

Auf kreative Weise werden die Bewegungen an einer Bundesautobahn und Ringstraße dokumentiert, die Dynamik einer Trinkhallen-Gesellschaft analysiert und die Zeil als Forum für öffentliche Debatten porträtiert. Schließlich stellt der ÜBERRASCHUNGSFILM eine Lösung vor, wie man Frankfurts Image als Bankenstadt sofort loswerden könnte.

© Theo Thiesmeier

Programm:
- 1 1/2-MINÜTIGER KOMMENTAR ZUR IAA UND ZUM GEPLANTEN BAU DER A661 D 1989; R: Gisa Hillesheimer; Experimentalfilm; 2 Min; Farbe; Ton (o. D.); Digital
- ALLEENRING D 1987; R: Dagmar Kamlah; Experimentalfilm; 8 Min; Farbe; stumm; 16mm
- BUDE. KOMMEN UND GEHEN D 1995; R: Theo Thiesmeier; Experimentalfilm; 13 Min; Farbe; Digital (16mm)
- ZEIL – FRANKFURT D 1988/1989; R: Bert Schmidt, Dieter Reifarth; Dokumentarfilm; 45 Min; Farbe; 16mm
- ÜBERRASCHUNGSFILM D 1978/1979; Experimentalfilm; 10 Min; s/w (viragiert) / Farbe; 35mm

 

20. Oktober, 20 Uhr: Agitationsfilm DER 24. STOCK
Gast: Rosa von Praunheim (angefragt)

Der 24. Stock 1978 Rosa von Praunheim

Rosa von Praunheim nimmt sich in seinem bissigen Agitationsfilm die Wohnhochhäuser am Frankfurter Berg vor. Zunächst schildert er die Lebensrealität seiner Mutter und anderer Bewohner im 24. Stock. Die schöne Aussicht ist genauso Thema wie die Einsamkeit oder die Angst vor handtaschenklauenden GIs. Die abschließende Forderung, sich selbst zu helfen, leitet über zum 2. Teil, der nun mit den Urhebern der Hochhaus-Misere abrechnet: mit der vermietenden Neuen Heimat und den Stadtpolitikern. Aber es gibt Alternativen, wie Besuche in schmucken holländischen Wohnsiedlungen und bei den organisierten Grauen Panthern in San Francisco zeigen. Nicht zuletzt mit seinen gemalten Verbesserungsvorschlägen passt der Film zur aktuellen Debatte über das Neubaugebiet in Frankfurts Norden.

Programm:
- DER 24. STOCK [1. und 2. Teil] D 1977/1979; R: Rosa von Praunheim; Dokumentarfilm; 90 Min [1. Teil]; 83 Min [2. Teil]; Farbe; Digital

© Rosa von Praunheim

Alle Filme und Termine unter www.filmkollektiv-frankfurt.de

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