Kurzkonzept

Der Name Offenes Haus der Kulturen nennt bewusst die Kultur im Plural. Wir gehen davon aus, dass kulturelle Betätigungen und die Teilhabe am kulturellen Leben einer Stadt ein Menschenrecht sind. Wir haben ein weit gefasstes Kulturverständnis, das neben dem Bereich der Kunst auch die Bildung, die Arbeit und die Gesellschaftspolitik einschließt. Wichtiger als eine Präzisierung erscheint es uns, den Begriff der Kultur nicht einzugrenzen, zu kategorisieren und zu hierarchisieren. Wir gehen davon aus, dass es vielfältige kulturelle Vorstellungen und Betätigungen gibt, die es zu fördern und zu unterstützen gilt. Diese gewünschte Vielfalt, soll sich nicht im Nebeneinanderher erschöpfen sondern vielmehr eine gegenseitige Bereicherung und Auseinandersetzung ermöglichen.

Dazu ist die Offenheit eine wichtige Voraussetzung. Offen soll das Haus sein im Sinne der geistigen Haltung der Nutzerinnen und Nutzer sein. Wir wünschen uns eine Offenheit untereinander, damit das Haus ein Ort der lebendigen Auseinandersetzung bleibt. Außerdem sollte sich das Haus gegenüber dem Stadtteil und der ganzen Stadt als offen verstehen.
Offen sollte es für Menschen jeglichen Alters, jeglicher Herkunft und Bedürfnislage sein. Dieser Wunsch trifft auf ein aktuell von vielen Seiten formuliertes Bedürfnis nach Begegnung und gegenseitiger Bereicherung über die gewohnten Grenzen hinweg. Auch kann um bestimmte gesellschaftliche Gruppen gezielt geworben werden.

Offen muss das Haus im Sinne der freien Zugangsmöglichkeit sein. Das betrifft seine Barrierefreiheit, wozu neben körperlichen und kommunikativen Barrieren auch die finanziellen Möglichkeiten gehören, die oft darüber entscheiden, ob eine Teilhabe am kulturellen Leben erfolgen kann oder nicht. Daher gilt es, sowohl in Hinblick auf die Besucherinnen und Besucher als auch auf die konkreten Nutzerinnen und Nutzer besonders sensibel zu sein.
Offen sollte das Haus auch hinsichtlich der Verfügbarkeit und Nutzbarkeit der Räumlichkeiten sein. Ein Teil der Räume sollte für die kurzfristige Nutzung eingerichtet und frei gehalten werden. Eine gemeinsame Nutzung von Räumen wird konzeptionell angestrebt.

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