Tanz und Theater

Die Freie Theaterszene Frankfurts ist sich einig in der Unterstützung des Offenen Haus der Kulturen. In einem von allen professionellen freien Theatermachern getragenen Positionspapier fordert sie die Einrichtung von Proberäumen im heutigen Studierendenhaus.

Aus dem Erbe der Avantgarden der 70er Jahre und im Spannungsfeld von Tanz, Theater und Bildender Kunst haben sich neue Formen der darstellenden Kunst entwickelt, die sich seit den 90er Jahren zunehmend ausdifferenzieren und sich am ehesten mit dem Begriff Freie Performance und Choreografie fassen lassen. Die Künstler*innen dieser Freien Theaterszene arbeiten wesentlich interdisziplinär und in variierenden Netzwerken. Indem sie sich von den stabilen Institutionen lösen, gewinnen sie an ästhetischer und inhaltlicher Reaktionskraft, begeben sich aber gleichzeitig in einen unsicheren Status. Das betrifft nicht allein die individuelle finanzielle Situation, sondern vor allem auch die Frage nach Arbeitsräumen, Kollaborations-, Weiterbildungs- und Austauschmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund sollen im Offenen Haus der Kulturen Probenräume für die freie Szene entstehen, über die sie selbst verfügen und entscheiden kann. Das Studierendenhaus bietet dafür nicht nur sehr geeignete Räumlichkeiten, sondern mit den anderen Partnern und Initiativen ein heterogenes und politisch engagiertes Umfeld, welches zahlreiche Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung, des Austauschs und der Begegnung verspricht. Des Weiteren würde sich die unmittelbare Nachbarschaft zur Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und zum Frankfurt LAB sehr positiv auf bereits bestehende Netzwerke auswirken.

Nicht zuletzt soll das Offene Haus der Kulturen über eine enge Kooperation mit dem SCHULTHEATERSTUDIO zu einer Schnittstelle zwischen Theater, Bildung und Sozialem werden.